Seidig glattes Wasser, weich gezeichnete Wolken und menschenleere Plätze trotz vieler Passanten – solche Effekte sind mit einer Langzeitbelichtung möglich. Ein wichtiges Hilfsmittel dafür ist der ND-Filter.

Was ist ein ND-Filter?

ND steht für „Neutral Density“. Der Filter wird vor das Kameraobjektiv gesetzt und reduziert die Menge des einfallenden Lichts. Dadurch kannst du länger belichten, ohne dass dein Foto überbelichtet wird.

Wie funktioniert die Langzeitbelichtung?

Ohne Filter ist bei hellem Tageslicht oft nur eine kurze Verschlusszeit möglich. Mit einem ND-Filter kannst du beispielsweise mehrere Sekunden oder sogar Minuten belichten. Bewegtes Wasser wirkt dadurch weich, Wolken ziehen sichtbare Spuren und vorbeilaufende Menschen können auf dem Foto verschwinden.

Welchen ND-Filter brauchst du?

  • ND8: Reduziert das Licht um drei Blendenstufen – gut für erste Experimente.
  • ND64: Reduziert das Licht um sechs Blendenstufen – ideal für viele Langzeitbelichtungen.
  • ND1000: Reduziert das Licht um etwa zehn Blendenstufen – besonders geeignet für sehr lange Belichtungen am Tag.

Praktische Tipps: Verwende ein stabiles Stativ, stelle den Fokus vor dem Einsetzen eines sehr dunklen Filters ein und nutze bei Bedarf einen Fernauslöser. So vermeidest du Verwacklungen.

Fazit: Ein ND-Filter eröffnet kreative Möglichkeiten, die mit kurzen Belichtungszeiten kaum erreichbar sind. Besonders bei Landschaften, Wasserfällen und Stadtaufnahmen lohnt sich das Zubehör.