Viele Fotografen machen einen entscheidenden Fehler: Sie orientieren sich an den Preisen der Konkurrenz, statt ihre eigenen Kosten genau zu berechnen. Das kann dazu führen, dass sie zwar viele Aufträge haben, am Ende aber kaum Geld verdienen.

1. Berechne deine tatsächlichen Kosten

Berücksichtige nicht nur die Zeit beim Fotografieren, sondern auch Bildbearbeitung, Kundenkommunikation, Anfahrt und Vorbereitung. Dazu kommen laufende Kosten für Kameraausrüstung, Software, Versicherungen, Website und Studio.

2. Lege deinen gewünschten Stundenverdienst fest

Angenommen, du möchtest vor Steuern 50 Euro pro Arbeitsstunde erwirtschaften. Ein Auftrag umfasst insgesamt fünf Stunden Arbeit. Dafür musst du bereits 250 Euro für deine Arbeitszeit einplanen – zuzüglich anteiliger Betriebskosten und möglicher weiterer Ausgaben.

3. Vergiss Steuern und Rücklagen nicht

Dein Umsatz ist nicht dein Gewinn. Von deinen Einnahmen müssen Betriebskosten bezahlt werden. Außerdem solltest du Geld für Einkommensteuer, Versicherungen und unerwartete Ausgaben zurücklegen. Umsatzsteuer, die du für das Finanzamt einnimmst, ist ebenfalls nicht dein Verdienst.

4. Biete klare Pakete an

Drei übersichtliche Angebote können Kunden die Entscheidung erleichtern: ein günstiges Basispaket, ein umfangreicheres Standardpaket und eine Premiumvariante. Beschreibe genau, wie lange das Shooting dauert und wie viele bearbeitete Bilder enthalten sind.

Fazit

Der richtige Preis deckt deine Kosten, bezahlt deine Arbeitszeit und lässt einen Gewinn übrig. Orientiere dich an der Konkurrenz, aber kopiere ihre Preise nicht blind. Wer seine Kosten kennt und den Mehrwert seiner Arbeit überzeugend präsentiert, kann wirtschaftlich arbeiten, ohne automatisch der günstigste Fotograf sein zu müssen.