Der Crop-Faktor beschreibt den Unterschied zwischen der Sensorgröße einer Kamera und dem sogenannten Vollformat-Sensor. Er beeinflusst vor allem den Bildausschnitt, den ein Objektiv liefert.
Ein Vollformatsensor hat einen Crop-Faktor von 1,0. Bei einer typischen APS-C-Kamera liegt er je nach Hersteller ungefähr bei 1,5 oder 1,6.
Ein Beispiel: Ein 50-mm-Objektiv an einer APS-C-Kamera mit Crop-Faktor 1,5 zeigt einen ähnlichen Bildausschnitt wie ein 75-mm-Objektiv an Vollformat. Die Brennweite des Objektivs bleibt dabei tatsächlich 50 mm – nur der vom Sensor erfasste Bildausschnitt ist kleiner.
Warum ist das wichtig?
Bei Teleaufnahmen kann der kleinere Bildausschnitt praktisch sein, etwa bei Tier- oder Sportfotografie. Ein 200-mm-Objektiv wirkt an einer APS-C-Kamera hinsichtlich des Bildausschnitts wie etwa 300 mm an Vollformat.
Bei Weitwinkelaufnahmen muss dagegen berücksichtigt werden, dass ein Crop-Sensor einen engeren Bildausschnitt liefert.
Merke: Der Crop-Faktor verändert nicht die tatsächliche Brennweite deines Objektivs. Er beschreibt, wie sich dessen Bildausschnitt im Vergleich zu Vollformat verändert.
